Im Vergaberecht sind Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit keine Widersprüche - Meine Masterarbeit im Wirtschaftsrecht mit dem Titel "Nachhaltigkeit als Zuschlagskriterium zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots" belegt dies detailliert und wurde als herausragende Arbeit mit der Note 1,0 bewertet.
ABSTRACT:
In Vergabeverfahren muss nicht zwingend das billigste Angebot den Zuschlag erhalten. Die Wirtschaftlichkeit bestimmt sich vielmehr nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und hier kann neben dem Preis oder den Kosten die Leistungsstärke (Qualität, Innovation, Nachhaltigkeit, etc.) der Angebote eine wesentliche Rolle als zulässiges Zuschlagskriterium spielen.
Die Arbeit betrachtet neben der Begrifflichkeit des wirtschaftlichsten Angebots die Zulässigkeit, Angemessenheit und die Anwendbarkeit des Zuschlagskriteriums Nachhaltigkeit (umweltbezogene Aspekte, soziale Aspekte) zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots. Dabei werden die Anforderungen an die Transparenz und einen wirksamen Wettbewerb untersucht.
Neben der Angemessenheit des Zuschlagskriteriums Nachhaltigkeit und dem Bestimmungsrecht des Auftraggebers wird auch die Messbarkeit und Bewertbarkeit sowie die Bewertungsspielräume der Auftraggeber und die mögliche Verletzung von Bieterrechten betrachtet.
Außerdem wird die Frage untersucht, ob und wie Nachhaltigkeit als Zuschlagskriterium mit den Handlungsprinzipien von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit des Haushaltsrechts vereinbar sind.
Die Masterarbeit "Nachhaltigkeit als Zuschlagskriterium zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebots" ist frei zugänglich auf KLUEDO verfügbar.
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:386-kluedo-55119
Posts mit dem Label Nachhaltigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nachhaltigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 26. Februar 2019
Sonntag, 11. Februar 2018
Mit Nachhaltigkeit und Innovation zum wirtschaftlichsten Angebot
In Vergabeverfahren muss nicht zwingend das billigste Angebot den Zuschlag erhalten. Die Wirtschaftlichkeit bestimmt sich vielmehr nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und hier kann die Leistungsstärke (Qualität, Innovation, Nachhaltigkeit, etc.) der Angebote eine wesentliche Rolle als zulässige Zuschlagskriterien spielen. Der Workshop "Mit Nachhaltigkeit und Innovation zum wirtschaftlichsten Angebot" auf dem Forum Wissenschaftsmanagement Leipzig
am 23. April 2018, 16:00 - 17:30 Uhr in Leipzig zeigt wie man mit den Zuschlagskriterien Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit zu einem sinnvollen Wirtschaftlichkeitsbegriff kommt und wie man dies in Vergabeverfahren praktikabel umsetzt.
Für eine detaillierte Beschäftigung empfiehlt sich das Seminar Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen.
Zum Referenten: Dipl.-Math. Thomas Ferber
www.praxisratgeber-vergaberecht.de/thomas-ferber.html
Diplom-Mathematiker und früherer langjähriger Key-Account-Manager für den Geschäftsbereich Forschung und Lehre bei Sun Microsystems mit der Sonderaufgabe Vergaberecht. Autor mehrerer Bücher (wie z.B. Bieterstrategien im Vergaberecht - ISBN: 978-3-8462-0268-5; Erfolgreich öffentliche Aufträge gewinnen - ISBN: 978-3-8462-0797-0; Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren, ISBN: 978-3-8462-0471-9 ) und Zeitschriftenaufsätze zum Vergaberecht sowie regelmäßiger Referent zu vergaberechtlichen Themen.
Studium des Wirtschaftsrechts an der Universität des Saarlandes. Mit seiner langjährigen Erfahrung vermittelt er komplexe Sachverhalte des Vergaberechts verständlich und praxisorientiert.
Autor der Aufsätze:
Für eine detaillierte Beschäftigung empfiehlt sich das Seminar Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen.
Zum Referenten: Dipl.-Math. Thomas Ferber
www.praxisratgeber-vergaberecht.de/thomas-ferber.html
Diplom-Mathematiker und früherer langjähriger Key-Account-Manager für den Geschäftsbereich Forschung und Lehre bei Sun Microsystems mit der Sonderaufgabe Vergaberecht. Autor mehrerer Bücher (wie z.B. Bieterstrategien im Vergaberecht - ISBN: 978-3-8462-0268-5; Erfolgreich öffentliche Aufträge gewinnen - ISBN: 978-3-8462-0797-0; Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren, ISBN: 978-3-8462-0471-9 ) und Zeitschriftenaufsätze zum Vergaberecht sowie regelmäßiger Referent zu vergaberechtlichen Themen.
Studium des Wirtschaftsrechts an der Universität des Saarlandes. Mit seiner langjährigen Erfahrung vermittelt er komplexe Sachverhalte des Vergaberechts verständlich und praxisorientiert.
Autor der Aufsätze:
- Die Gewichtung von Preis und Leistung - scheinbare vs. wahre Gewichtung Teil II, Vergabe Navigator 2/2018.
- Die Gewichtung von Preis und Leistung - scheinbare vs. wahre Gewichtung Teil I, Vergabe Navigator 1/2018.
- Was sind eigentlich Alibi-Kriterien? Vergabe Navigator 6/2017.
- Lineare Interpolation im Vergabeverfahren, Vergabe Navigator 5/2017.
- Die Unschärferelation und der Zuschlag, Vergabe Navigator 4/2017.
- Fristen in der Vergabepraxis, Infoline 2/2017.
- Die Schätzung des Auftragswerts, Vergabe Fokus 2/2017.
- Zur (Un-)Zulässigkeit gängiger Wertungsmethoden, Vergabe Fokus 6/2016 (zusammen mit Dr. Rebecca Schäffer).
- Vor- und Nachteile verschiedener Wertungssysteme, Vergabe Fokus 6/2016.
- Welche Bewertungsmethode ist für die Praxis zu empfehlen, Vergabe Fokus 6/2016.
- Das Rätsel „Preis-Leistungs-Verhältnis", Vergabe Navigator, Sonderheft 2016.
- Die Crux mit den Noten - Der Einfluss von Notenskalen auf das Zuschlagsergebnis. Vergabe Navigator, 6/2016.
- Ein neuer Begriff von Wirtschaftlichkeit. Vergabe Navigator, 3/2016, S. 5-10.
- Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen in der zukünftigen Vergabepraxis. Infoline 2/2016, S. 24-26.
- Angebotsfristen im offenen Verfahren. Vergabe Fokus, 2/2016, S. 16-20.
- Zuschlagsbewertung in der Praxis. Vergabe Navigator, Sonderheft 2015, S. 25-29.
Montag, 11. April 2016
Die Zuschlagsbewertung nach der Vergaberechtsreform 2016
Mit den neuen Vergaberichtlinien soll bei den Vergaben ein stärkerer
Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation gelegt werden. Eine
Zuschlagsbewertung nach Preis-Leistung soll dies fördern. Dies erfordert
allerdings bei der Vorbereitung der Vergabeverfahren ein sorgfältiges
Vorgehen. Der Auftraggeber muss sich für geeignete Zuschlagskriterien
entscheiden, die sowohl einen Wettbewerb zulassen als auch messbar und
damit bewertbar sind. Die Gewichtung und das Punktebenotungssystem für
die Kriterien haben einen großen Einfluss auf die Zuschlagsentscheidung
und müssen ebenfalls sorgfältig ausgewählt werden. Die Kriterien sowie
die Gewichtung und Benotung der Kriterien können in einer strukturierten
Form als Bewertungsmatrix dargestellt werden.
Soll neben dem Preis bzw. den Kosten auch die Leistung in Form von Leistungspunkten berücksichtigt werden, dann kann die Wirtschaftlichkeit nur über eine Zuschlagsformel einer Bewertungsmethode ermittelt werden. Und auch hier muss der Auftraggeber im Vorfeld eine bewusste Entscheidung für eine Bewertungsmethode treffen. Eine pauschale Antwort, welche Bewertungsmethode grundsätzlich zu empfehlen wäre, ist nicht ganz einfach.
Bei einer Gewichtung von 50% Preis und 50% Leistung empfiehlt sich die Anwendung der einfachen Richtwertmethode (Verhältnis von Leistungspunkten und Angebotspreis).
Überall dort, wo der Wunsch bzw. die Notwendigkeit besteht Preis und Leistung unterschiedlich bei der Zuschlagsbewertung zu gewichten, muss man einiges mehr beachten. Einige gängige Methoden sollten nach Empfehlung des Autors keine Anwendung finden, wie z.B. die einfache gewichtete Richtwertmethode, die lineare Interpolation mit Preisspanne sowie die lineare Interpolation um einen Median bzw. Mittelwert. Unter Berücksichtigung wichtiger Randbedingungen sind z.B. die lineare Interpolation mit dem 2-fachen des niedrigsten Angebotspreises oder auch Methoden, die die Angebotspreise in ein Verhältnis setzen, nutzbar.
Allerdings haben alle Zuschlagsformeln auch Schwächen, und dieser Schwächen muss sich der Auftraggeber im Vorfeld bewusst sein und diese durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Mindestleistungspunktzahlen und Preisobergrenzen verhindern bzw. einschränken.
Ein Verfahren, das man nicht versteht, wird in nicht seltenen Fällen zu unsinnigen Ergebnissen führen, da die Schwachstellen nicht erkannt und durch geeignete Maßnahmen verhindert werden. Eine Ausschreibung nach Preis und Leistung erfordert deshalb ein "Mehr" an Vorbereitung.
Bei der Ausschreibung von standardisierten Produkten bzw. bei Ausschreibungen, bei denen die zu beschaffende Leistung sehr detailliert beschrieben werden kann, kann der Preis als alleiniges Zuschlagskriterium ausreichend sein und darf auch nach der Vergaberechtsreform seine Anwendung finden.
Für alle, die sich detaillierter mit dieser Thematik auseinandersetzen möchten oder müssen, empfehlen sich die folgenden Seminare/Bücher:
08.06.2016 Hamburg
13.07.2016 Darmstadt
09.09.2016 Darmstadt
12.10.2016 Berlin
08.12.2016 Darmstadt
16.02.2017 Leipzig
09.03.2017 Stuttgart
Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren
458 Seiten, 79,00 Euro inkl. MwSt. (Hardcover)
Bundesanzeiger Verlag
ISBN 978-3-8462-0471-9
www.praxisratgeber-vergaberecht.de/bewertungskriterien.html
Soll neben dem Preis bzw. den Kosten auch die Leistung in Form von Leistungspunkten berücksichtigt werden, dann kann die Wirtschaftlichkeit nur über eine Zuschlagsformel einer Bewertungsmethode ermittelt werden. Und auch hier muss der Auftraggeber im Vorfeld eine bewusste Entscheidung für eine Bewertungsmethode treffen. Eine pauschale Antwort, welche Bewertungsmethode grundsätzlich zu empfehlen wäre, ist nicht ganz einfach.
Bei einer Gewichtung von 50% Preis und 50% Leistung empfiehlt sich die Anwendung der einfachen Richtwertmethode (Verhältnis von Leistungspunkten und Angebotspreis).
Überall dort, wo der Wunsch bzw. die Notwendigkeit besteht Preis und Leistung unterschiedlich bei der Zuschlagsbewertung zu gewichten, muss man einiges mehr beachten. Einige gängige Methoden sollten nach Empfehlung des Autors keine Anwendung finden, wie z.B. die einfache gewichtete Richtwertmethode, die lineare Interpolation mit Preisspanne sowie die lineare Interpolation um einen Median bzw. Mittelwert. Unter Berücksichtigung wichtiger Randbedingungen sind z.B. die lineare Interpolation mit dem 2-fachen des niedrigsten Angebotspreises oder auch Methoden, die die Angebotspreise in ein Verhältnis setzen, nutzbar.
Allerdings haben alle Zuschlagsformeln auch Schwächen, und dieser Schwächen muss sich der Auftraggeber im Vorfeld bewusst sein und diese durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Mindestleistungspunktzahlen und Preisobergrenzen verhindern bzw. einschränken.
Ein Verfahren, das man nicht versteht, wird in nicht seltenen Fällen zu unsinnigen Ergebnissen führen, da die Schwachstellen nicht erkannt und durch geeignete Maßnahmen verhindert werden. Eine Ausschreibung nach Preis und Leistung erfordert deshalb ein "Mehr" an Vorbereitung.
Bei der Ausschreibung von standardisierten Produkten bzw. bei Ausschreibungen, bei denen die zu beschaffende Leistung sehr detailliert beschrieben werden kann, kann der Preis als alleiniges Zuschlagskriterium ausreichend sein und darf auch nach der Vergaberechtsreform seine Anwendung finden.
Für alle, die sich detaillierter mit dieser Thematik auseinandersetzen möchten oder müssen, empfehlen sich die folgenden Seminare/Bücher:
Seminar: Wertungskriterien und Bewertungsmatrizen
14.04.2016 Darmstadt08.06.2016 Hamburg
13.07.2016 Darmstadt
09.09.2016 Darmstadt
12.10.2016 Berlin
08.12.2016 Darmstadt
16.02.2017 Leipzig
09.03.2017 Stuttgart
Buch: Bewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren
Thomas FerberBewertungskriterien und -matrizen im Vergabeverfahren
458 Seiten, 79,00 Euro inkl. MwSt. (Hardcover)
Bundesanzeiger Verlag
ISBN 978-3-8462-0471-9
www.praxisratgeber-vergaberecht.de/bewertungskriterien.html
Labels:
Bewertung,
Bewertungsmethoden,
Innovation,
Kosten,
Nachhaltigkeit,
Preis,
Preis-Leistung,
Qualität,
Soziale Kriterien,
Umwelt,
Vergaberecht,
Zuschlagskriterien
Abonnieren
Posts (Atom)





